Ausstellung in der Altstadtgalerie im
Musenhof vom 15.11. bis 19. 12. 2009
Waren 2000 bei der Einzelausstellung Anne Ludwigs
"Erde-Wasser-Luft" nur drei Elemente malerisches
Thema, ist nun das Element Feuer hinzugekommen. Als
Beispiel sei hier die Arbeit "Timanfaya"
genannt. Die Farbe Rot, die warme Farbe des Feuers, wurde
im Lauf der Jahre in Anne Ludwigs Arbeiten immer
wichtiger. Mit dem Galeristen Matthias Kowalke stellte die
Malerin eine Ausstellung mit neueren Bildern zusammen, die
alle vier Elemente umfasst. Im Mittelpunkt steht eine
Bildskulptur, die auf vier Seiten die Verbindung der
Elemente zeigt.
Ein zwei Meter hohes T-Kreuz "Erde und Himmel"
verweist mit zerklüfteten Flusslandschaften, dunkler
Erde und feurigen Felsen zum Gewölbe des Himmels.
Ebenfalls mit einer Höhe von fast zwei Metern ragt
auf einem Gemälde eine orientalische Pyramidenpappel
in den Himmel. Mit ihrer Verwurzelung in der Erde, am
Wasser, betrachtet die Malerin die Pappel zum einen als
Symbol für die Elemente, zum anderen als Symbol
für den
ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens. Anne Ludwig
beobachtet diese Pappeln bei ihren Spaziergängen im
Speyerer Woogbachtal. Gedanken dazu hat sie in einem Text
festgehalten:
Wandern am Wasser.
Pappeln wurzeln am Ufer,
wachsen himmelwärts.
Silbriggrüne Blätter
bewegen sich im Wind.
Gelb geworden fallen sie
später im Jahr zur Erde,
zum Wasser, treiben fort.
Die Wintersonne lässt
die Stämme rot leuchten.
In den Zweigen schreien
Rabenvögel das Lied von
Leben und Tod.
Wandern am Wasser ...
Wasser, sei es an Quellen, Bachläufen, Flüssen,
am Mittelmeer, am Atlantik oder am Indischen Ozean, dient
Anne Ludwig immer wieder als Inspirationsquelle. Das
belegen zahlreiche Arbeiten der Ausstellung. Wasser ist
auch einmal in den Wadis der Wüste geflossen oder
kann dort wieder zum Fließen kommen. Im
Wüstensand formt der Wind Wellen. Auf ihrer Reise
durch Jordanien waren die leuchtende rote Erde der
Wüste Wadi Rum und Petra mit seinen Schluchten und
vielfarbigen Gesteinsschichten für die Malerin
nachhaltige Erlebnisse, die sie in ihrem Skizzenbuch
festhielt.
Bei der malerischen Umsetzung in ihrem Atelier
verarbeitete sie dann den mitgebrachten Sand in ihren
Bildern. In " Farblandschaft 1 und 2" oder
"Eruption" lässt Anne Ludwig ihre
Seherlebnisse zusammenfließen und dem Betrachter
viel Raum für eigene Interpretationen.
Zur Eröffnung am 15.November hat die Germanistin und
Romanistin Marie Elisabeth Schneider eine Bildresonanz
vorbereitet.
Für die musikalische Begleitung am Flügel sorgt
Alec Vrublevskyy.
Ausstellung
Zu sehen in der Speyerer Altstadtgalerie vom 15. November
bis zum 19. Dezember,
donnerstags, 14 bis 17 Uhr, freitags, 15
bis 19 Uhr und samstags, 10 bis 14
Uhr.
Zur Eröffnung am 15 . November, um 11.30 Uhr,
spricht Marie Elisabeth Schneider.